Nepalhilfe Beilngries e.V.

23 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Motivierendes Signal – Neu erbaute „LOWA-Schule“ übergeben

16.11.2015

Dicht gedrängt umrahmte die Dorfbevölkerung ihre neue Schule am Eröffnungstag.
Dicht gedrängt umrahmte die Dorfbevölkerung ihre neue Schule am Eröffnungstag.
Blick zurück – die alte Schule von Falate
Blick zurück – die alte Schule von Falate

Am 6.11.2015 fand die Eröffnung der neu erbauten Shree Namuna Janasewa  Lower Secondary School im Sindhupalchok Distrikt statt. In einer Zeit, in der wir uns überwiegend mit vollständig zerstörten oder zumindest renovierungsbedürftigen Gebäuden zu befassen haben war dies ein motivierendes Moment in unserer Arbeit.

In dem etwa 1.000 Einwohner zählenden Dorf Falate war sie in den vergangenen eineinhalb Jahren entstanden. Nachdem die Ausrüsterfirma LOWA Sportschuhe GmbH mit einem Betrag von 75.000 Euro der  Hauptsponsor dazu war, wird sie auch der sprachlichen Einfachheit halber künftig deren Namen tragen.

Matthias Wanner, der Vertriebsleiter Deutschland des im oberbayerischen Jetzendorf ansässigen Unternehmens hatte seinen Urlaub genutzt um mit seiner Ehefrau Betina der Eröffnungszeremonie beizuwohnen. Zustande gekommen war die Verbindung durch das Engagement unserer langjährigen Unterstützer, Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits, die Vertragspartner des renommierten Schuhherstellers sind. Von unserer Seite nahmen Michaela und Michael Rebele im Rahmen ihres Arbeitsaufenthalts teil.

Nepals Forstminister Agni Prasad Sapkota übergab als Vertreter Nepals die neue Schule in einer von Musik- und Tanzdarbietungen umrahmten Feier ihrer Bestimmung. Hunderte Dorfbewohner bildeten den Rahmen dazu. Künftig werden dort annähernd  200 Jungen und Mädchen  unterrichtet werden. Wegweisend soll dafür ein Satz von Werner Riethmann, dem Inhaber des Unternehmens sein, der auf einem am Mauerwerk  angebrachten Metallschild steht: „Wir sind verantwortlich für das was wir tun. Allerdings auch für das was wir nicht tun. Deshalb kümmern wir von LOWA uns ein wenig mehr um Mensch und Natur!“.

Bis zur endgültigen Fertigstellung des Gebäudes werden noch etwa zwei Monate ins Land gehen. Geschuldet ist dies zum einen den Verzögerungen nach dem Erdbeben im Frühjahr dieses Jahres und zum anderen dem schon mehrwöchigen Versorgungsboykott aus Indien, wodurch Gas, Benzin und Medikamente aber auch Baumaterialien teilweise bereits Mangelware sind. 

Was die LOWA-Schule betrifft, so hat hier das Wort „Ausblick“ eine doppelte Bedeutung. Zum einen weil der von dem weiß-blau leuchtenden Gebäude, das 700 m hoch über dem Flusstal des Indrawati liegt, schlichtweg grandios ist und insbesondere im positiven Sinn was die Bildung und Erziehung der Kinder und deren Zukunft betrifft.