Nepalhilfe Beilngries e.V.

23 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Folgen des Erdbebens werden beseitigt

Fast fertig ist auch die Schule von Sangachok
Ein neues „Stützkorsett“ für die Schule von Sanosiruwari
Mit der Grundsteinsteinlegung beginnt der Wiederaufbau in Thulosiruwari
Mittlerweile ist sie fertiggestellt, die Dorfschule von Sukute
Gartenmauer und Eingangsbereich am Shaligram Kinderhaus

Umfassende Bau- und Sanierungsmaßnahmen haben begonnen

Neben tausenden von Toten und Verletzten hat das schwere Erdbeben in Nepal, im April des vergangenen Jahres,  auch erhebliche Sachschäden angerichtet. So auch an  den Einrichtungen der Nepalhilfe Beilngries. Gerade der Sindhupalchok-Distrikt, in dem zahlreiche Schulen der Hilfsorganisation liegen war davon besonders schwer betroffen. 

Wie sowohl die Baugutachten der  Behörden als auch die der von der Nepalhilfe selbst beauftragten Ingenieurbüros ergaben, ist es notwendig sechs Schulen neu zu bauen und bei acht weiteren Gebäuden umfangreiche Reparaturmaßnahmen durchzuführen. Die Gesamtkosten dafür werden etwa 900.000 Euro betragen. Nun begannen endlich die ersten Arbeiten dazu. Sie werden zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Ein Moment auf den man sehnlichst gewartet hatte. 

Bauruine sinnvoll genutzt

Den glücklichen Umstand in einem seit mehreren Jahren brach liegenden Rohbau einziehen zu können nutzte die Gemeinde Sangachok, deren Schule komplett zerstört worden war. Das Gebäude wird nun in wenigen Wochen bezugsfertig sein, dann kann ein Großteil der 500 Schulkinder aus den Provisorien aus Wellblech und Bambus umziehen. Diese werden dann dem neuen zweigeschossigen und aus zwölf Klassenzimmern samt Büro bestehenden Gebäude weichen, das mit 170.000 Euro Bausumme veranschlagt ist. Während die Fachkräfte aus der Kreisstadt Chautara bzw. Kathmandu kommen, werden als Hilfskräfte Männer und Frauen aus Sangachok ihren Beitrag leisten. Im Dezember 2017 soll die Shree Janagrity Higher Secondary School dann fertiggestellt sein und 600 Jungen und Mädchen ein neues schulisches Zuhause bieten.

Auch an dem vierstöckigen und schon fast fertiggestellten Schulgebäude von Sanosiruwari waren durch die schweren Erdstöße massive Schäden entstanden. Die müssen nun durch ein neu eingezogenes Stützkonstrukt behoben werden. Daran arbeitet man derzeit, ehe es mit dem Hochziehen der Innen- und Außenwände  weitergeht. Klappt dies alles, so werden im Sommer des kommenden Jahres 400 Kinder endlich in ihre neue Schule einziehen können. 65.000 Euro werden diese Sanierungsmaßnahmen betragen.  

Grundsteinlegung zur neuen Schule

Mit der Grundsteinlegung begannen am 25. September 2016 nun auch die Arbeiten zur Neuerrichtung der Shree Setidevi Higher Secondary School in Thulosiurbari, die ebenfalls gänzlich zerstört worden war. Sie war ehedem eine der größten Schulen der Nepalhilfe, maßgeblich mitfinanziert von den Alpinisten Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits. Auch hier wird künftig ein zweistöckiges Gebäude mit zwölf Klassenräumen und Verwaltungsbereich entstehen das dann annähernd 600 Kindern samt Lehrkräften nutzen werden. Für die ersten Bauabschnitte sind dazu 100.000 Euro eingeplant. Der annähernd gleiche Betrag wird bis zur völligen Fertigstellung hinzukommen.

Fertiggestellt ist mittlerweile die Sukute Lower Secondary School und der Unterricht läuft bereits wenngleich auch die  Farbe an den Wänden noch fehlt. An der kleinen Dorfschule, die 115 Kinder besuchen, waren im Erdgeschoß massive Schäden aufgetreten. 17.000 Euro kostete es diese zu beheben. 

Auch am Shaligram Kinderhaus in Lubhu waren durch das Erdbeben  Schäden entstanden. Die waren glücklicherweise nur geringfügiger Natur. Neben dem reich verzierten Pavillon stürzten auch Teile der Grundstücksaußenmauer ein. Diese und der komplette Eingangsbereich sind nun wieder vollständig hergestellt.  Schließlich soll zum Ende dieses Jahres  das 20-jährige Bestehen des Kinderhauses gefeiert werden - dazu putzt man sich natürlich heraus.  

Noch ein langer Weg

Vor dem Hintergrund der nun endlich laufenden Arbeiten ist es der Nepalhilfe Beilngries ein Bedürfnis sich bei allen Spendern zu bedanken. Nur durch deren Unterstützung war und ist es möglich die Schritte zum Wiederaufbau in die Wege zu leiten. 

Das ist in der Tat noch ein langer Weg, denn auch neue Projekte wollen angepackt werden, wofür weitere Gelder vonnöten sind. Aber jede Wanderung beginnt bekanntermaßen mit dem ersten Schritt.