Nepalhilfe Beilngries e.V.

23 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Shaligram Bal Griha: unser Kinderhaus

Was gibt’s Neues im Shaligram Kinderhaus?

Gasnachschub
Gasnachschub
Brennholznachschub
Brennholznachschub
Kochen mit Lehmofen
Kochen mit Lehmofen
Neuankömmlinge
Neuankömmlinge
Pasang Start Kinderhaus
Pasang Start Kinderhaus
Verabschiedung Pasang
Verabschiedung Pasang
Ausbildung Rajan Bangalore
Ausbildung Rajan Bangalore
Ärztin Sabina bei der Arbeit
Ärztin Sabina bei der Arbeit

Die Auswirkungen der hinlänglich bekannten Versorgungsproblematik im Land sowie der Zugang neuer Kinder aber auch der Weggang langjähriger Mitbewohner bestimmten im Wesentlichen die Nachrichten, die in den letzten Tagen aus unserem Shaligram Kinderhaus in Lubhu kamen.

Dominierend ist nach wie vor der Mangel an Gas und Benzin. So ist auch im Kinderhaus der für alle Notfälle eingerichtete „Chulo“ der traditionelle Lehmofen, im Einsatz. Zwar sind Solarkocher und  Fotovoltaik-Anlagen zur Stromgewinnung vorhanden, aber was in diesen Winterwochen fehlt ist der nötige Sonnenschein. So wird auf die traditionelle Kochweise zurückgegriffen, wozu das eh so knappe Brennholz zugekauft werden musste.
Da ist es umso erfreulicher, wenn dann doch nach stundenlangem Anstehen zwei Gaszylinder stolz nach Hause gebracht werden, die für drei Monate reichen sollen. 

Was die Versorgungssituation zudem erschwert sind die bis zu 18 Stunden währenden staatlichen Stromblockaden- es ist nicht leicht in diesen kalten Wintermonaten.

Was die Besetzung unseres Shaligram-Kinderhauses betrifft, so sind zwei neue Kinder hinzugekommen. Dies sind der vierjährige Krishna Bahardur Thapa aus der 130 km östlich von Kathmandu gelegenen Stadt Manthali im Ramechap Distrikt. Krishna hat noch zwei ältere Geschwister. Nach dem Tod seines Vaters im vergangenen Jahr, brannte die Mutter mit einem anderen Mann durch. Zunächst kümmerte sich der Onkel um die verwaisten drei Kinder. Fortan wird sich das Personal des Kinderhauses um den Vierjährigen annehmen, wo  Krishna Bahadur offen aufgenommen und gleich mal eingekleidet wurde.

Die fünfjährige Palmo Tamang aus dem Sindhupalchok Distrikt ist der zweite Neuzugang. Hier machte sich der Vater vor acht Monaten aus dem Staub und ließ sein Frau mit  Palmo Tamang und deren 13-Monate alten Bruder zurück. Da die Frau in einer Teppichfabrik in Kathmandu arbeitet, stellte zunächst die Gemeinde eine Unterkunft, nachdem das Erdbeben das kleine Wohnhaus komplett zerstört hatte. Dies Kosten konnten von der Frau aber nicht mehr weiter getragen werden, genauso wenig wie der Unterhalt ihrer Kinder. Über unser Komitee in Nepal gelangte das Mädchen  nun in unsere Obhut. 

Verlassen hat Pasang Sherpa aus dem Solu Khumbu Distrikt unser Kinderhaus. Er kam als Vierjähriger im Jahr 2004 zu uns. Nun, nach zwölfjähriger Verweildauer und dem erfolgreichen Schulabschluss macht er Platz für neue Mitbewohner. Er hat  seine Ausbildung  zum Bachelor in der Hotelbranche am Kantipur International College begonnen. Die Nepalhilfe wird ihm auch dabei durch finanzielle Unterstützung zur Seite stehen. Sunil Shresta, Kinderhausleiterin Radhika Singh Maharjan und der Polizeichef von Lubhu wünschten ihm samt seinen „Brüdern und Schwestern“ Erfolg auf dem anstehenden Studien- und Berufsweg.

Eine erfreuliche Nachricht kam auch von Rajan Suwal, ehedem auch Mitglied der Kinderhausfamilie. Seit drei Jahren macht er mit unserer finanziellen Unterstützung, im fernen Bangalore, im Süden Indiens, die Ausbildung zum Physiotherapeuten. Er hat nun seine Abschlussprüfungen erfolgreich beendet und nun geht es in den kommenden sechs Monaten ins Praktikum. Dieses wird ihn in verschiedene Kliniken und Facheinrichtungen in Bangalore führen. Freudige und wie in allen Familien auch, keine selbstverständlichen Nachrichten, was die Fortbildung und Berufswahl der Kinder betrifft.

Erfreulich auch die Rückmeldung von „Fräulein Doktor“ Sabina Parajuli die in ihrem Heimatdistrikt Sindhupalchok seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres als Ärztin tätig ist. Deren komplette medizinische Ausbildung haben wir in den zurückliegenden acht Jahren begleitet und finanziert. Nun läuft das zweijährige Praktikum in ihrer Heimatregion, ehe sie noch zwei Jahre zur Ausbildung als Kardiologin dranhängen will.

Fotos November 2015

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