Nepalhilfe Beilngries e.V.

23 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Midpoint Hospital in Nawal Parasi

Was 80.000 Euro und zupackende Menschen in einem Zeitraum von zwei Jahren erreichen, zeigt sich am Krankenhaus von Dauda im Nawalparasi Distrikt im Süden Nepals. 

Ernüchternd war im Jahr 2014 der Eindruck, den die Besucher aus Beilngries mit nach Hause brachten. Heruntergekommen das Gebäude und unzulänglich was Ausstattung und Versorgung der Patienten betrifft. 

Ehe es zu einer ersten finanziellen Unterstützung aus Bayern kommen sollte, belegten die Verantwortlichen die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens zur Unterstützung, indem sie erste Schritte zur Gebäudesanierung in Eigeninitiative und mit eigenen Mitteln bestritten. 

Mit den daraufhin von uns zur Verfügung gestellten Geldern wurden u. A. ein Kreissaal, zwei klimatisierte Intensivbehandlungsräume, Überwachungsmonitore, Ultraschall- und Laborgeräte für die Diagnostik und ein vollautomatischer 20 KW Stromgenerator beschafft. 

Unter der Überschrift „Clean and Green“,  was sich in puncto Sauberkeit aber auch durch ökologische Aspekte ausdrückt, will die Krankenhausleitung auch weiterhin versuchen mit ihrem beispielgebenden Handeln ein Vorbild für andere Krankenhäuser im ländlichen Raum zu sein.

Neu eingerichtet wurden die Patientenräume
Neu eingerichtet wurden die Patientenräume
Patienten mit Brandverletzungen im Intensivbehandlungsraum
Patienten mit Brandverletzungen im Intensivbehandlungsraum
Das Komitee der Klinik mit Michael Rebele
Das Komitee der Klinik mit Michael Rebele
Der neu beschaffte Generator
Der neu beschaffte Generator
Das neue Ultraschallgerät
Das neue Ultraschallgerät
Blick in die Aufnahme des komplett sanierten Gebäudes
Blick in die Aufnahme des komplett sanierten Gebäudes

Krankenhausausstattung für das Midpoint Hospital in Nawal Parasi

Ebenfalls im Süden von Nepal liegt die Stadt Nawal Parasi zwischen den Städten Barathpur und Butwal. Das Krankenhaus, das immer wieder zahlreiche Patienten von schweren Autounfällen behandeln muss, die sich an der nahe gelegenen Hauptverkehrsachse ereignen, wurde von den beiden Vorständen der Nepalhilfe Beilngries aufgesucht, um sich über den Zustand zu informieren. Ziemlich schnell wurde klar, dass es am Nötigsten fehlt und dass die vorhandenen Geräte wie Ultraschall oder Röntgengerät praktisch unbrauchbar sind.

Dem Team wurde von der leitenden Ärztin eine Liste der am dringendsten benötigten Geräte übergeben, um ein Funktionieren des Krankenhauses zu ermöglichen.

Die Nepalhilfe Beilngries wird nun Zug um Zug das Krankenhaus aufrüsten, damit eine Versorgung der Bevölkerung wieder gewährleistet werden kann.

Belegschaft des Krankenhauses von Nawal Parasi
Belegschaft des Krankenhauses von Nawal Parasi
Blick in den OP Saal ohne Ausstattung
Blick in den OP Saal ohne Ausstattung
Krankenzimmer
Krankenzimmer
Krankenzimmer
Krankenzimmer
Besichtigung der Krankenzimmer und der Situation mit der Ärztin
Besichtigung der Krankenzimmer und der Situation mit der Ärztin

August 2016 – Rundum Erfreuliches in und um das Krankenhaus

Nach wie vor erfreulich sind die Nachrichten was die vielfältigen Baufortschritte in und um das Krankenhaus betrifft. Sei es im Hinblick auf die Komplettierung der Ausstattung oder aber die Gestaltung der weitläufigen Außenanlagen. Gerade hier will man auch neue Wegen gehen, unter der Überschrift „green and clean“. 

Eine Parkanlage mit Spielplatz soll sowohl den Patienten - groß und klein und natürlich den Besuchern des Krankenhauses zur Verfügung stehen. Nachdem das Areal offen sein wird, ist auch die Bevölkerung eingeladen sich hier aufzuhalten. Hunderte verschiedener Bäume und Pflanzen hat das Klinikpersonal in den Boden gesetzt. 

Die vordringliche Arbeit und Unterstützung liegt aber natürlich in der Ausstattung des Krankenhauses selbst. So wurde nun eine ausreichende Anzahl an Sauerstoffflaschen in verschiedenen Größen beschafft um jedes der Betten der Notaufnahme mit einer Sauerstoffversorgung auszustatten. Das war bisher nicht gegeben. Weitere Geräte zur Aufwertung des Labors wurden beschafft. 

Um eine eigene gesicherte Wasserversorgung zu gewährleisten wurde ein Tiefbrunnen gebohrt der in 100 Metern  auf das wertvolle Nass stieß. Der beigefügte Videoclip zeigt diese Arbeiten, bei deren Betrachtung man meint, die Arbeiter wären auf Öl gestoßen. 

Ein separates Gebäude in dem die verschiedenen nicht immer unproblematischen Abfälle bis zur Abholung oder Entsorgung gelagert werden ist derzeit im Bau.

Besucheransturm
Besucheransturm
Parkanlage
Parkanlage
Parkanlage
Parkanlage
Behandlungen
Behandlungen
Spielplatz
Spielplatz
Pavillon
Pavillon
Hygienekurse
Hygienekurse
Abfallagerungsraum
Abfallagerungsraum

2017

Im Januar 2017 wurde im Midpoint Hospital in Navalparasi ein sog. „eye camp“ durchgeführt, bei dem sich Patienten aus der ganzen Gegend einfanden, um Augenprobleme behandeln zu lassen. Dabei wurden fast 150 Operation „grauer Star“ durchgeführt und mehr als 500 Personen mit anderen Augendefekten behandelt. Ein großer Erfolg, der den Ruf des Hospitals über die Grenzen der Gemeinde Navalparasi hinaus stärkt.

September 2017

Midpoint Community Memorial Hospital führt Hilfscamps nach Hochwasserkatastrophe durch

So heftig wie schon seit vielen Jahren nicht mehr verlief der nun langsam zu Ende gehende Monsun in Südostasien. Besonders Indien, Nepal und Bangladesh waren davon betroffen. Es gab mehrere tausend Tote. Ungezählt die Verletzten und das verlorene Hab und Gut der Betroffenen.

Zwar waren unsere Einrichtungen davon nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, aber wir wollten dennoch finanzielle Hilfe und Unterstützung für die Opfer leisten. Das im Süden Nepals gelegene Midpoint Community Memorial Hospital (MCMH) in Kawasoti, jenem Bereich der von den gewaltigen Wassermassen besonders betroffen war, führte verteilt über mehrere Wochen sechs Hilfscamps durch um den Menschen eine medizinische Erstversorgung zu gewährleisten. 

Wie Ram Rai Pandit, der Verwaltungschef des von uns seit mehreren Jahren intensiv geförderten Krankenhauses nun mitteilte seien im erwähnten Zeitraum 1210 verletzte oder erkrankte Patienten dort behandelt worden. Die Verhältnisse auf die er und seine Mitarbeiter dabei teilweise trafen seien „herzzerreißend“ gewesen. Insbesondere ging es darum das Risiko von Infektionen zu verhindern, dem Entstehen von Epidemien entgegenzuwirken und die elementare Gesundheitsfürsorge der Patienten durchzuführen. Wie Pandit abschließend betonte stünde man auch weiterhin bereit um in ähnlich gelagerten Situationen Hilfe leisten zu können. Von unserer Seite unterstützten wir die durchgeführten Hilfscamps mit annähernd 10.000 Euro.