Nepalhilfe Beilngries e.V.

27 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Weitere Fahrzeuge übergeben

Das neue „Dienstfahrzeug“ ist schon im Einsatz
Das neue „Dienstfahrzeug“ ist schon im Einsatz
Das Rettungsfahrzeug für die Region um Chautara
Das Rettungsfahrzeug für die Region um Chautara

Zwei weitere Fahrzeuge der Nepalhilfe Beilngries e.V sind seit einigen Wochen auf Nepals Straßen unterwegs. Dabei handelt es sich um ein TATA Sumo Ambulanzfahrzeug und einen Mahindra Scorpio.

Was im April dieses Jahres mit der symbolischen Scheckübergabe für ein Sanitätsfahrzeug begann ist nach fünf Monaten in die Realität umgesetzt worden. Der „Sanka“ wird künftig im Sindhupalchok-Distrikt, 80 km nordöstlich von Kathmandu, unterwegs sein und in der dortigen Kreisstadt Chautara seine Heimat haben. 15.000 Euro stammten von der Beilngrieser Hilfsorganisation. Den fehlenden Restbetrag haben Gemeinde und Kreis zur Verfügung gestellt. Der aus Indien importierte Wagen mit Allradantrieb verfügt über eine Klimaanlage und die Sauerstoffversorgungseinrichtung für die Patienten. Der Sanka kommt damit etwa 12.000 Menschen aus den umliegenden Dörfern zugute. 

Der Blick ins Innere des Wagens hält natürlich keinem Vergleich mit Rettungsfahrzeug hierzulande Stand. Die Alternative dazu aber sind stundenlange Fußmärsche oder nötigenfalls der Transport auf dem Rücken von Trägern. Da ist das neue Fahrzeug geradezu ein Quantensprung. Unterhalten wird der TATA Sumo durch die Gemeinden selbst, die sich dazu bereits ein Finanzpolster zugelegt haben. 

Ebenfalls ein Quantensprung ist der neue Mahindra Scorpio für Sunil Shrestha und Shyam Pandit. Vorbei sind damit die Zeiten in denen sich die Mitarbeiter der NH Beilngries in dem sich zunehmend vergrößernden Aktionsradius mit dem eigenen Motorroller fortbewegten oder mit überquellenden Bussen, unzuverlässigen Mietwagenfahrern oder maroden Leihfahrzeugen „arrangieren“ mussten. Nach 27 Jahren ein eigenes Fahrzeug. „A dream came true“  wie Sunil Shrestha dazu schrieb.

Hierzulande hat man sich die Entscheidung zu dessen Finanzierung nicht leicht gemacht und zwei Jahre alle alternativen Aspekte gegeneinander aufgewogen. Eigene leidvolle Erfahrungen der Gäste aus Deutschland zeigten zudem den dringenden Handlungsbedarf auf. Etwa 40.000 Euro mussten für den SUV, der Platz für neun Personen bietet investiert werden, wobei sich der nepalesische Staat in puncto Steuer maßgeblich „bedient“. Vor diesem Hintergrund galt es fürwahr Alternativen was  Finanzierung und Unterhalt betrifft abzuwägen. Letztendlich rang man sich doch zum Kauf eines eigenen Fahrzeuges durch. 

Der 120 PS starke Diesel wird künftig den Besuch der dezentral gelegenen Einsatzorte ganz wesentlich erleichtern, sei es im Terai oder den verschiedenen Distrikten westlich und östlich von Kathmandu.