Nepalhilfe Beilngries e.V.

28 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Neue Schule in Rekordzeit errichtet - Blutbank nimmt Arbeit auf

Die in Sichtbauweise gestaltete Rückseite der Mahalaxmi Schule
Die in Sichtbauweise gestaltete Rückseite der Mahalaxmi Schule
Gesamtansicht der neuen Mahalaxmi Schule von Lubhu
Gesamtansicht der neuen Mahalaxmi Schule von Lubhu
Manfred Lindner (zweiter von links) und Ralf Dujmovits (zweiter von rechts) bei der Begrüßung zur Schuleröffnung.
Manfred Lindner (zweiter von links) und Ralf Dujmovits (zweiter von rechts) bei der  Begrüßung zur Schuleröffnung.
Einsatzbereit ist die Blutbank von Kawasoti
Einsatzbereit ist die Blutbank von Kawasoti

Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten an den beschädigten Schulen der Nepalhilfe Beilngries einher gingen zum Ende des vergangenen Jahres auch die Übergaben weiterer Projekte. Darum kümmerte sich der zweite Vorsitzende Manfred Lindner. So etwa die der Mahalaxmi Schule in Lubhu oder der vom Roten Kreuz unterhaltenen Blutbank in Kawasoti, im Süden des Landes.

Anfang November fand die offizielle Eröffnung der Mahalaxmi Schule statt. Sie war in Rekordzeit erbaut worden, denn fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatten Lindner und dessen Ehefrau Helga den Grundstein dafür gelegt.  Nun zur Eröffnung war der 59-Jährige auch nicht allein. An seiner Seite war Ralf Dujmovits, Extrembergsteiger und langjähriger Unterstützer der Nepalhilfe Beilngries. Das viergeschossige Schulgebäude überzeugt durch seine außergewöhnliche Baubeschaffenheit und besteht aus 15 Klassenzimmern, einem Chemie- und Physiklabor, Verwaltungsräumen und den sanitären Einrichtungen. Annähernd 200.000 Euro kostete das Schulhaus in dem derzeit 450 Kinder unterrichtet werden. In seinen Grußworten hob Manfred Lindner besonders die kurze Bauzeit bei einhergehender Beachtung der Qualität hervor.  Erwähnung verdient hier das finanzielle Engagement der Mitglieder des Rotary Clubs Pfullendorf, die mit einer Spende von 5.000 Euro für die gelungene  Ausgestaltung der Räumlichkeiten für die Kindergarten- und Vorschulgruppen sorgten.                                  

Computerkurse und besondere Architektur

Schon 2014 hatte die Gemeinde Lubhu einen Antrag zur Erneuerung der Schule gestellt. Wegen der ansteigenden Schülerzahlen war das bestehende Platzangebot längst überschritten. Zudem war der bauliche Zustand desolat, was das Erdbeben von 2015 noch beschleunigt hatte. 

Als Besonderheit verfügt die Mahalaxmi-Schule nun über einen großzügig ausgestatteten Computerraum  der auch für die Erwachsenenbildung zur Verfügung steht. Angeboten und koordiniert wird dies vom nepalesischen Kultusministerium. Nur noch eine weitere Schule in der Region um Kathmandu hat diese Ausbildungsmöglichkeit. 

Eine besondere Herausforderung für den Architekten war dem geschuldet, dass die Schule unmittelbar an einen Tempelbezirk angrenzt. Da war die vorgeschriebene  uniforme hellgelbe Farbe eher deplatziert und so gestaltete er diesen Teil in Ziegelsichtbauweise mit Rundbögen. Ein Hingucker fürwahr. 

Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung

Bekanntermaßen ist die Nepalhilfe auch im Süden des Landes präsent, wo man seit sechs Jahren ein kleines Krankenhaus saniert hat und seitdem maßgeblich unterhält. In finanzieller Kooperation mit der Regierung entsteht dort derzeit ein neues Bezirkskrankenhaus. Schon seit geraumer Zeit hegte das örtliche Rote Kreuz, dem man 2017 ein Sanitätsfahrzeug übergeben hatte, den Wunsch zur Errichtung einer Blutbank die in Zusammenarbeit mit dem nahen Midpoint Hospital die Patienten bei kleineren Operationen mit Blutkonserven versorgen soll. Die große Entfernung zu den nächstgelegenen Hospitälern in Bharatpur und Butwal stützte diese Forderung.

Schon vor drei Jahren kam die Nepalhilfe Beilngries diesem verständlichen Wunsch nach und genehmigte die nötigen Mittel zum Aufbau der Blutbank in Kawasoti. Was bereits im Sommer des vergangenen Jahres hätte realisiert werden sollen, konnte Lindner nun offiziell übergeben. In ihren Reden gingen die Verantwortlichen wiederholt auf die gute Zusammenarbeit mit der deutschen Hilfsorganisation ein und würdigten den Stellenwert der Blutbank die für die Bevölkerung der Region von großer Bedeutung sei. 

Finanziert und unterhalten werden können die hier erwähnten Einrichtungen nur durch bisher gezeigte Spendenbereitschaft.  Beide erwähnten Projekte waren noch zu einer Zeit gestartet worden als man die endgültige Dimensionierung der erdbebenbedingten Schulsanierungen im Sindhupalchok-Distrikt noch nicht auf „Heller und Pfennig“ absehen konnte. Auf annähernd zwei Millionen Euro beliefen die sich letztendlich. Weitere größere Vorhaben liegen vorerst mal auf Eis. Konsolidierung ist angesagt mit dem Blick auf den Unterhalt bestehender Einrichtungen, wie etwa des Shaligram Kinderhauses.