Nepalhilfe Beilngries e.V.

28 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Vom Brunnenprojekt zur Armenspeisung - Unterstützung querbeet

Manchmal sind es gerade die kleinen Nachrichten, die es wert sind veröffentlicht zu werden. Deshalb hier zusammengefasst Informatives aus den vergangenen Wochen wie etwa zum Brunnenprojekt von Simgaun im Ratanpur Distrikt, Wissenswertem aus dem CHEF Kinderhaus oder der erneuten Verteilung von Hilfsgütern an Bedürftige.

Das Wasserleitungsprojekt von Simgaun startete im März des vergangenen Jahres. Vor wenigen Wochen flossen nun die ersten Tropfen durch das Rohrleitungssystem  zu den zehn öffentlichen Brunnen oder in die Wohnhäuser des entlegenen Bergdorfes, sofern es die Lage erlaubte. So haben nun 22 von ihnen  direkten Wasserranschluss. Über viele Kilometer läuft das Wasser in Kunststoffrohren in den  mit Filtern versehenen Behälter. Die Erdarbeiten war der schwierigste und sicher schweißtreibenste Teil der Arbeit.  Die Frauen lesiteten dabei einen bewundernswerten Anteil. Sie freuten sich dann besonders über die Fertigstellung. Das ist nicht verwunderlich  denn ihr Part ist es auch das kostbare Naß in Metallkrügen über Stock und Stein in die Haushalte zu bringen. Was halt jetzt für manche von ihnen auf der Stecke  bleibt ist der Plausch an der Quelle. Die Kehrseite der Medaille sozusagen.

Seit mehr als fünf Jahren unterstützt die Nepalhilfe auch das kleine Kinderhaus von Lila Devi im Stadtteil Sunakothi, am südlichen Talrand von Kathmandu. Für derzeit neun Kinder ist die 34-Jährige verantwortlich. Coronabedingt sind einige von ihnen seit September in ihren Heimatdörfern im Kali Gandaki-Tal hängengeblieben, nachdem sie während der  Heimatbesuche  vom harten Lockdown der nepal. Regierung überrascht wurden. Im CHEF -Kinderhaus (Child Education Fund) bestimmen Homeoffice, Garten- und Hausarbeit den Tagesablauf. Auflockerung gabs bei den Feiern zum Tihar-Fest im November. Die erfolgreiche Alpinistin Gabi Hupfauer aus Pfaffenhofen an der Roth und Hans Losbichler, Gründer der Nepalhilfe "Namaste" Klosterau e.V., unterstützen in Absprache seit mehreren Jahren in  großzügiger Weise das kleine Kinderhaus von Lila Devi. So etwa mit der Finanzierung einer Solar-Wasseraufbereitung. Darüber hinaus aber auch andere Einrichtungen der Beilngrieser Hilfsorganisation.

Erneute Hilfslieferungen zur Versorgung Bedürftiger gab es in den letzten Wochen im Zusammenhang mit der Corona Pandemie. Gerade diesen Maßnahmen gilt derzeit das Hauptaugenmerk. Gleichwohl weiß man, dass dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann, betrachtet man das immer größer werdende  Heer der Arbeitslosen und Notleidenden.

So waren es in den letzten Wochen erneut 210 Familien  aus den Distrikten Sindhupalchok und Ratanpur aber auch aus Kathmandu, die man unterstützte. Wie bereits in der Vergangenheit gab es Nudeln, Reis, Linsen, Öl aber auch Hygieneartikel für die Wartenden. In Absprache mit lokalen Einrichtungen erfolgte die Erfassung und Verteilung der Hilfsgüter. 9.000 Euro hatte diese erneute Aktion gekostet. Konfrontiert wurden die lokalen Mitarbeiter der Nepalhilfe dabei mit dem Schicksal eines vier bzw. fünfzehn Jahre alten Geschwisterpaares aus Chautara. Diese verloren innerhalb eines Jahres zunächst die Mutter und Anfang November dann den Vater, der an Krebs verstarb. Das Bestreben ist es nun mit dem Einverständnis der Verantwortlichen die beiden versorgt zu wissen. Gegebenfalls könnte die vierjährige Laxmi im Shaligram Kinderhaus in Lubhu unterkommen.