Nepalhilfe Beilngries e.V.

28 Jahre Nepalhilfe Beilngries e.V.
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Schrobenhausener Zeitung 31.07.2020

Anläßlich einer Spendenübergabe an die Nepalhilfe Beilngries e. V. sind acht Rennradfahrer vom Radsportverein Schrobenhausen nach Beilgries geradelt. Vorne von links: RSV-Chef Franz Kistler, Hermann Büchl, Manfred Lindner von der Nepalhilfe, Johann Schinagl, Michael Büchl. Hinten von links: Oskar Seidel, Wilhelm Schels, Thomas Fieger und RSV-Finanzchef Anton Reisner

RSV-Radsportler zeigen erneut soziales Engagement
Großzügige Spende an die Nepalhilfe Beilngries

Schrobenhausen/Beilngries (ose): Bereits Anfang Februar dieses Jahres hatten die beiden RSV-Radsportler Hermann Büchl und Johann Schinagl im Rahmen eines Bildervortrages im  Schrobenhausener Kolpinghaus über ihre 23-tägige Himalaya Trekking Tour in die Khumbu Region, das Mount Everest Gebiet im Nordosten Nepals, berichtet. Der Eintritt zu der Veranstaltung war damals zwar frei, die zahlreichen Besucher waren allerdings aufgerufen einen Obulus zugunsten eines guten Zwecks, im speziellen Fall für die Nepalhilfe Beilngries zu entrichten. Diesem Aufruf wurde in überwältigender Art und Weise Folge geleistet. Im Spendenkörbchen fanden sich am Ende 800 Euro. 

Eigentlich hätte die Weitergabe an den rührigen Beilngrieser Verein schon längst über die Bühne gehen sollen. Aber wie heuer schon so Vieles ist auch die bereits im vergangenen April geplante  Spendenübergabe den Corona bedingten Irrungen und Wirrungen zum Opfer gefallen. 

Aufgeschoben ist allerdings nicht aufgehoben. Unter Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Auflagen konnte die Spende am vergangenen Freitag endlich von Angesicht zu Angesicht an einen kompetenten Vereinsvertreter der Nepalhilfe überreicht werden. 

Eine achtköpfige RSV-Radlerdelegation, angeführt von Vereinschef Franz Kistler und mit von der Partie natürlich auch die beiden Himalaya Protagonisten Hermann Büchl und Johann Schinagl, hatte sich bei gut 30 Grad Celsius im Schatten auf den 70 Kilometer langen Weg in die nördlichste Stadt Oberbayerns gemacht. Dort wurden sie von Manfred Lindner, einem der Gründer der im Jahr 1992 ins Leben gerufenen privaten Hilfseinrichtung, erwartet. Lindner verschaffte den interessierten RSV-Radlern zunächst einen kurzen Einblick in die Aktivitäten seiner Hilfsorganisation. Hauptbetätigungsfeld war und ist demnach der Bau und der Erhalt von Schulen. In den 28 Jahren seit Bestehen seien durch Spendengelder nicht mehr und nicht weniger als 25 entsprechende Einrichten finanziert worden. Zudem wird ein Waisenhaus betrieben. Ein weiteres wird sporadisch mit Sach- und Geldspenden unterstützt. Einen schweren Rückschlag habe man mit dem großen Erdbeben im Frühjahr 2015 hinnehmen müssen. Neun der von den Beilngriesern gebauten Schulgebäude wurde dabei komplett zerstört, der Rest wurde mehr oder weniger schwer beschädigt. Dreieinhalb Jahre nahm der Wiederaufbau in Anspruch. Zur Zeit sei man im Besonderen dabei in dem von der Corona Pandemie besonders hart getroffenen Himalayastaat den Ärmsten der Armen Unterstützung zukommem zu lassen. Speziell hierfür soll auch die aktuelle RSV-Spende Verwendung finden. 

Text / Foto: Oskar Seidel